Überhaupt und sowieso
Mittwoch, 14. November 2007
endlose Gedankenkreise
Mittwoch, 14. November 2007, 08:52
Angst, Angst, Angst. Immer wieder. Ich sage mir, dass es mir besser geht, wenn ich dieses oder jenes überstanden habe. Und wenn es dann vorbei ist, habe ich die nächste Sache vor der Nase, die mir Angst macht. Ich freue mich aufs Wochenende. Ich freue mich auf die Unternehmungen, die wir vor haben. Aber ich muß dafür ausgeschlafen sein, denn sonst könnte es sogar gefährlich werden. Sehe mich schon am Freitag Abend daliegen, wie ein Flitzebogen gespannt und voller Angst, die Nacht nicht zu schlafen. Sehr contraproduktiv. Selbst die Notfallschlaftabletten beruhigen mich nicht wirklich, weil sie ebenfalls schon mal versagt haben. Oh verdammt, warum mache ich mir das Leben mit solchen Gedanken so schwer? Das bringt doch nichts. Und das Gemeine ist, dass es nur in meinem Kopf ist. Es ist keine Ungerechtigkeit von Außen. Kein „Pech“, das mich nun mal erwischt hat. Es ist alles hausgemacht. Von mir ganz allein. Nur ein mal möchte ich meine Gedanken abstellen können.

Aello grüßt

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Mittwoch, 31. Oktober 2007
Gedanken zum neuen Jahr
Mittwoch, 31. Oktober 2007, 21:07
Innere Leere kann man nur füllen, wenn man etwas in sich hinein läßt. Solange man sich der Welt verschließt, wird man weiterhin leer bleiben. Wie sich die leere und fest verkorkte Flasche, die in den Wein getaucht wird, niemals füllt, so kann niemand erfüllt werden, der sich nicht öffnet.

Ich sitze in einer Flasche und beobachte aus der Ferne die Welt um mich herum. Dort ist es sicher, aber auch sehr einsam. Niemals spüre ich den Wind, niemals rieche ich die Blumen. Kein Schmerz, aber auch keine Berührung dringt zu mir durch.

Ich möchte hinaus klettern. Hinaus in die Welt. Möchte spüren. Wie viel einfacher wäre es, wenn mir jemand die Hand reichen würde. Doch darauf habe ich schon zu lange gewartet. Ich werde es selbst versuchen müssen.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Donnerstag, 25. Oktober 2007
So oder so
Donnerstag, 25. Oktober 2007, 15:34
Entscheidungen. Nicht gerade meine Stärke. Und wieder überlege ich über eine Kleinigkeit völlig übertrieben hin und her. Dieses Mal ist es Silvester. Ich hatte zwei Möglichkeiten. 40 Leute, oder 4 Leute. Das mit 40 Leuten hatte ich letztes Jahr und es war toll. Nun habe ich mich für die 4 entschieden und schon kommen Zweifel auf. Eine Freundin geht zur großen Runde und meinte, dass sie die anderen ja immer sehen kann. Klar, ich würde auch gerne mal wieder neue Leute kennen lernen, aber mir ist gerade eben nach gemütlicher, vertrauter Runde. Mein Bauch sagt mir das. Denke ich. Warum also jetzt diese Zweifel? Wieder die übliche Angst, etwas zu verpassen? Boah, wie ich mich manchmal hasse! Warum denke ich immer bis zum Erbrechen über alles nach? Warum kann ich nicht einfach mal zu dem stehen, für das ich mich entscheide? Gut, dazu kommt noch, daß ich unsinnigerweise glaube, mich von dieser Freundin zu entfernen, nur weil wir ein Mal nichts miteinander unternehmen und die Tatsache, daß auf der großen Party jemand ist, in den ich ein ganz klein wenig verschossen bin. Naja, zumindest glaube ich das. Aber wirklich nur sehr leicht. Trotzdem hätte ich ihn natürlich gerne gesehen. Nein, was bin ich heute wieder bescheuert. Aber wie hat meine Kollegin/Therapeutin gesagt: "Du mußt die Eigenschaft, die dich stört, annehmen, um sie ändern zu können. Die Augen darüber zu verdrehen, bringt nichts."

Aello grüßt

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Dienstag, 23. Oktober 2007
Freunde braucht jeder
Dienstag, 23. Oktober 2007, 13:18
Dieses Wochenende hat mir wieder in Erinnerung gerufen, wie wichtig Freunde sind. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, glaubte ich, keine Freunde zu brauchen. Ich fühlte mich unabhängig und für das Einzelgängertum geboren. Was ich nicht gesehen hatte war, dass es nicht meine eigenen Stärke war, sondern die meiner Familie. Sobald sie mir nach und nach wegstarb und ich auszog, war es vorbei mit dem „Ich brauche niemanden“. Plötzlich bemerkte ich, dass Einsamkeit weh tun kann. Trotzdem hatte sich in mir dieser irrige Glaube festgesetzt, dass ich schon allein klarkommen würde. Erst jetzt, viele Jahre später, weiß ich, dass dieser Glaube Unsinn ist. Freunde sind etwas wundervolles und auch, wenn sie weit weg sind und ich viele Kilometer zu ihnen fahren muß. so reicht doch oft die Gewissheit, dass sie da sind.

Es ist erstaunlich, wie sie Dinge, die einmal richtig gewesen sein mögen, sich so hartnäckig in einem festsetzen können. Es gibt noch so manche Dogmen und Meinungen, die ich mir wieder abgewöhnen muß, weil sie einfach mittlerweile überholt sind. Am schwersten wird das wohl mit meiner übertriebenen Vorsicht und meiner Phobie. Aber solange ich nicht raus habe, was sie mir damals gebracht haben, werde ich sie auch nicht ablegen können.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Freitag, 19. Oktober 2007
Einfach glücklich sein?
Freitag, 19. Oktober 2007, 11:32
Eine Freundin ist zurzeit unglaublich zufrieden mit ihrem Beruf und ihrem Leben im Allgemeinen. Ich freue mich für sie, aber ich beneide sie auch. Immer wenn ich höre, wie sie sich freut, frage ich mich sogar allen ernstes, wie man so glücklich sein kann. Nur weil ich dazu nicht in der Lage bin, heißt das natürlich noch lange nicht, dass es unmöglich ist. Blöde Gedanken. Ich schiebe das glücklich sein immer vor mir her. „Wenn das anders geworden ist und das vorbei ist, dann wird alles besser. Wenn ich dort wohnen würde und eine andere Arbeit hätte, dann wäre ich glücklich.“ Aber ob es dann wirklich so ist, bezweifle ich. Glück ist meiner Meinung nach Einstellungssache. Klar, es gibt sicher Umstände, die es einem ziemlich schwer machen, glücklich zu sein. Ich meine aber mehr den Alltag, ohne die großen Dramen des Lebens, wie Todesfälle, Krankheiten oder ähnliches.

Ich merke immer wieder, wie ich es zulasse, dass eine Sache, die mich stört, wie z.B. die Arbeit, mir auch alles andere verdirbt. Mir geht es dann gleich allgemein schlecht. Doch wie schaffe ich es, mich von solchen Dingen weniger beeinflussen zu lassen? Ich habe schon einige Bücher darüber gelesen, aber geholfen haben sie wenig. Ich glaube, wenn ich nicht jederzeit glücklich sein kann, jetzt, in diesem Moment, dann kann ich es auch nicht, wenn ich eine neue Arbeit oder einen neuen Wohnort habe.

Aello grüßt

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



... ältere Einträge